Tipps gegen das OFFICE-syndrom

Teil 2:

Der Kampf mit dem Krampf.

Und täglich grüßt das Murmeltier oder in diesem Fall eher dieser gemeine Schmerz im Nacken, der sich im Laufe des Tages langsam zum Kopf zieht und Dich manchmal kaum noch denken lassen.

Nacken- und Kopfschmerzen sind vor allem bei Sitzarbeitern fast so alltäglich wie der morgendliche Kaffee. 

Meist nehmen wir sie als schmerzhaftes Ziehen im Bereich zwischen Hinterkopf und Schulterblatt wahr, wobei sich die Beschwerden bei Drehungen des Kopfes oft noch verstärken und unsere Kopfbewegungen, wie die Seitneigung oder das Kopfdrehen, stark einschränken oder fast unmöglich machen. 

Schuld daran sind Deine verhärteten Muskeln, denn diese klemmen die Nervenbahnen der Schulter und Arme ab und führen zu Beeinträchtigungen, die Du dann als Schulterstechen, Armschmerzen, Empfindungsstörungen oder sogar Taubheitsgefühl spürst. Zusätzlich sind sie eine der häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen und Migräne.

Ursache für diese Beschwerden können vielfältig sein, am häufigsten sind sie jedoch auf Fehlbelastungen aus Deinem Büroalltag zurückzuführen. 

Wie versprochen, kommen heute wieder 5 Tipps und Übungen, um dem Krampf den Kampf anzusagen.

 

1. Schultern Kreisen

Oft ziehen wir die Schultern unbewusst während der Arbeit durch Stress und Anspannung hoch. Mit dem Schulter-Ellenbogenkreisen hast Du eine super Übung um dieser Tendenz entgegen zu wirken.

Ausgangsstellung: Setz Dich gerade auf Deinem Stuhl hin und platziere beide Beine parallel. Leg Deine Hände auf Deine Schultern und beginne die Ellenbogen zu bewegen, als ob Du damit große Kreise in die Luft zeichnen möchtest. 

Arbeite immer von vorn nach hinten, damit Du den Brustkorb öffnest. Hebe die Arme nach oben und vorne, während Du einatmest. Kreise anschließend weit nach hinten, während du ausatmest. Atme tief und gleichmäßig – schließe dabei die Augen, um auch diesen eine Pause zu verschaffen. 

Diese Bewegung bringt Lockerung und kurbelt den Sauerstoff-Transport an.

2. "Schau dich um" - Übung

Damit kannst Du Deine Halswirbelsäule wunderbar mobilisieren. Beginne die Übung aufrecht sitzend am vorderen Rand Deines Stuhls. Platziere beide Füße parallel auf dem Boden. 

Starte nun mit der Bewegung wie folgt: 

Atme ein – Drehe nun den Kopf soweit wie möglich nach rechts und versuche über Deine rechte Schulter nach hinten zu schauen.

Atme aus – Bewege Dein Kinn von der rechten Schulter nach unten zum Richtung Brustbein. Mach dabei ein Doppelkinn.

Atme ein – Dreh den Kopf jetzt weiter nach links. Hebe das Kinn an und schau über Deine linke Schulter nach hinten.

Wiederhole die Übung 4-5 Mal. 

3. Mini-Nacken-Workout

Leg Deine flache Hand acht Sekunden gegen die Stirn. 
Erzeuge nun mit dem Kopf einen Gegendruck gegen Deine Hand und löse ihn wieder.
Wandere nun zu den Schläfen und wiederhole die Übung. Abschließend legst Du beide Hände an den Hinterkopf und drückst mit dem Kopf in die Handflächen. 

Damit werden die Nackenmuskeln zuerst beansprucht und gehen anschließend in den Entspannungsmodus über.

4. Sanfte Massage

Du merkst das der Schmerz aufkommt? Dann kann eine leichte Schläfenmassage für Abhilfe sorgen und vielleicht weitere Kopfschmerzen lindern. 

Reibe dazu mit dem leichten Druck von zwei Fingern in langsam kreisenden Bewegungen auf der Schläfe.

Die sanfte Druckmassage funktioniert auch über den Augenbrauen auf der Stirn oder an der Nasenwurzel. 

Fünf Minuten genügen schon.

5. das Einfachste zum Schluss

Wie die Pflanzen brauchen wir auch Wasser, Sauerstoff und Licht zum Leben. Damit Kopfschmerzen keine Chance mehr haben, baue Dir immer wieder kurze Pausen ein, in denen Du zum Trinken aufstehst und zum offenen Fenster gehst.

Damit schlägst Du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. 
Du bewegst Dich, lockerst nicht nur die Muskeln, sondern auch den Geist und bekommst noch eine extra Portion Sauerstoff. 

Klar geht dieser Vorsatz im stressigen Meeting-Marathon schon mal verloren. Stell oder kleb Dir deshalb einen kleinen Reminder in Form eines Smileys, oder was auch immer Du magst, in Deinen Sichtbereich rund um den Monitor, damit dieser visuelle Reiz Dir hilft am Ball zu bleiben. 

Dein Kopf dankt es Dir.

Ein Satz noch zum Schluss. All diese Übungen sind eine Handlungsoption. Solltest Du merken, dass Dir etwas nicht gut tut oder sogar verschlimmert, dann unterbreche die Übung. Sollten sich die Schmerzen oder Probleme verschlimmern, solltest Du Dich an einen Arzt wenden.

Teste diese Übungen in den nächsten Tagen im Büro.

Vielleicht haben Deine Kollegen auch Lust sich daran zu beteiligen.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir von Deinen Erfahrungen berichtest.

Hinterlasse einfach einen Kommentar auf meiner Facebook-Seite und teile Sie auch mit Deinen Freunden.

Tipps gegen das OFFICE-syndrom

Menü schließen